Zanders-Entwicklungsplanung erreicht Meilenstein – Grundlage für neues, lebendiges Stadtquartier gelegt

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Pressemitteilung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Bergisch Gladbach |

Mit der nun vorliegenden städtebaulichen Entwicklungsplanung für das Zanders-Areal ist ein entscheidender Meilenstein für die Zukunft Bergisch Gladbachs erreicht. SPD und Bündnis 90/Die Grünen begrüßen die Fortschritte ausdrücklich: Erstmals liegt ein konkretes, zugleich aber flexibel angelegtes Gesamtkonzept für die Entwicklung des ehemaligen Zanders-Geländes vor.

„Die Stilllegung der Papierfabrik war ein tiefer Einschnitt – aber auch eine einmalige Chance für unsere Stadt. Mit der Entwicklungsplanung wird jetzt sichtbar, wie aus diesem historischen Ort Schritt für Schritt ein neues, lebendiges Stadtquartier entstehen kann“, erklärt Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Flexibles Konzept mit klaren Leitplanken

Aufbauend auf der bereits beschlossenen Strukturplanung konkretisiert die Entwicklungsplanung die Leitidee für das rund 36 Hektar große Areal im Herzen der Stadt. Dabei bleibt bewusst ein hoher Grad an Flexibilität erhalten, um auf zukünftige Anforderungen der Kommune, wie des Immobilienmarkts reagieren zu können. Statt starrer Festlegungen für einen, für solche Quartiere typischen, langen Entwicklungszeitraum, setzt die Planung auf klare Leitplanken, die Qualität sichern und gleichzeitig Entwicklungsspielräume offenhalten.

Im Zentrum steht die Vision eines gemischt genutzten, urbanen Quartiers mit rund 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie etwa 3.000 Arbeitsplätzen. Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Freizeit sollen hier eng miteinander verzahnt werden. Erste konkrete Projekte – wie die neue Stadtbibliothek, ein soziokulturelles Zentrum oder Bildungsangebote – geben bereits eine klare Richtung vor.

Identität bewahren – Zukunft gestalten

„Uns war immer wichtig, dass auf Zanders kein beliebiges Neubaugebiet entsteht, sondern ein Stadtteil mit gesellschaftlicher Integrationskraft. Die industrielle Geschichte bleibt sichtbar, wird aber weiterentwickelt zu einem nachfossilen, verkehrsarmen Quartier“, so Sascha Gajewski, stadtplanerischer Sprecher der Grünen.

Hervorzuheben sind die geplanten Freiräume und die Öffnung des bislang abgeschlossenen Geländes. Mit neuen Grünflächen, Plätzen und der Offenlegung der Strunde entsteht ein zusammenhängendes Netz aus Aufenthalts- und Erholungsräumen, das sowohl ökologisch als auch für die Lebensqualität für ganz Bergisch Gladbach von großer Bedeutung ist.

Beim Thema Mobilität setzt die Planung klare Akzente: Ziel ist ein autoarmes Quartier mit guten Verbindungen für Fuß- und Radverkehr sowie einem starken öffentlichen Nahverkehr. Innovative Ansätze wie Mobility-Hubs sollen den Verkehr bündeln und gleichzeitig neue Mobilitätsangebote ermöglichen.

Einladung zum Mitmachen: Gleispark-Eröffnung am 9. Mai – Austausch vor Ort

Ein erster sichtbarer Schritt wird bereits in Kürze erlebbar: Am 9. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die Eröffnung des Gleisparks auf dem Zanders-Areal gemeinsam zu feiern. Schon jetzt lässt sich – selbst durch die Bauzäune hindurch – erahnen, wie hier ein neuer zentraler Park für die Innenstadt entsteht, mit vielfältigen Sport- und Spielangeboten sowie neuen Aufenthaltsqualitäten.

Vom Plan zur Umsetzung

Für SPD und Grüne ist die Entwicklungsplanung mehr als ein Planungsdokument: „Sie ist die Grundlage dafür, dass aus einer Vision Realität wird – Schritt für Schritt, gut gesteuert und im Dialog mit der Stadtgesellschaft.“, so Waldschmidt.

In den kommenden Jahren geht es nun darum, die Planung weiter zu konkretisieren, die Bauleitplanung auf den Weg zu bringen und erste Umsetzungsprojekte zu realisieren. Parallel werden wirtschaftliche, ökologische und verkehrliche Fragen weiter vertieft, um eine tragfähige und nachhaltige Entwicklung sicherzustellen.

„Zanders ist das wichtigste städtebauliche Projekt unserer Stadt und eines der bedeutendsten in der Region. Mit diesem Meilenstein sind wir auf einem sehr guten Weg – jetzt beginnt die Phase, in der die Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung auch konkret sehen und erleben werden.“, so Gajewski.