Aus der Fraktion | Pressemitteilung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Bergisch Gladbach |
Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Bergisch Gladbach wollen Schulen und Kindertageseinrichtungen besser auf zunehmende Hitzeperioden vorbereiten. Mit einem Antrag für die Ratssitzung am 13. Oktober fordern wir verbindliche Standards für Neu- und größere Umbauten sowie einen konkreten Maßnahmenplan für bestehende Gebäude.
Die heißen Tage dieses Sommers haben erneut gezeigt, dass beim Hitzeschutz in Schulen und Kitas Handlungsbedarf besteht. Hohe Temperaturen in den Gebäuden erschweren konzentriertes Lernen, eine verlässliche Betreuung und gesundes Arbeiten. Betroffen sind damit die Kinder und ebenso Lehrkräfte und Betreuungspersonal.
Bei Neu- und größeren Umbauten müssen künftig wirksame und nachhaltige Maßnahmen zum Hitzeschutz verbindlich berücksichtigt werden. Dazu können unter anderem bauliche Verschattung, geeignete Fenster- und Sonnenschutzsysteme, Begrünung oder Kühlsysteme gehören.
Für bestehende Schulen und Kitas soll die Verwaltung zunächst ermitteln, welche Gebäude besonders von Hitze betroffen sind. Darauf aufbauend soll ein Zeit- und Maßnahmenplan vorgelegt werden. Dieser soll auch zeigen, welche kurzfristigen Verbesserungen bereits bis zum Sommer 2027 möglich sind und wie langfristig ein wirksamer Hitzeschutz erreicht werden kann.
„Wir müssen unsere Schulen und Kitas so planen und weiterentwickeln, dass sie auch mit heißeren Sommern gut zurechtkommen. Hitzeschutz darf bei Neu- und Umbauten nicht länger erst im Nachhinein mitgedacht werden, sondern muss von Anfang an Teil der Planung sein. Gleichzeitig brauchen wir für bestehende Gebäude einen klaren Plan, wo der Handlungsbedarf am größten ist und welche Verbesserungen schnell umgesetzt werden können“, erklärt Theresia Meinhardt, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Der Maßnahmenplan soll außerdem Prioritäten, Kosten, mögliche Fördermittel und verbindliche Umsetzungszeiträume enthalten. Über die Fortschritte soll die Verwaltung regelmäßig berichten.
„Unser Ziel ist klar: Bildung und Betreuung müssen auch während längerer Hitzeperioden zuverlässig funktionieren können. Hitzeschutz in Schulen und Kitas ist deshalb für uns keine Frage des Komforts, sondern Teil einer funktionierenden kommunalen Daseinsvorsorge. Kinder und Beschäftigte brauchen Bedingungen, unter denen Lernen, Betreuung und Arbeiten auch an heißen Tagen möglich bleiben“, erklärt Klaus W. Waldschmidt, Vorsitzender der SPD-Fraktion