Aus der Fraktion |
Pressemitteilung von SPD und B90/Die Grünen im Rat der Stadt Bergisch Gladbach |
Die Stadt Bergisch Gladbach hat in den vergangenen zwei Jahren, seit Bekanntwerden der baulichen Mängel des Q1 am Quirlsberg, mit viel Einsatz an dem Fortbestehen der Jugendarbeit gearbeitet. Daraus ist, in enger Abstimmung mit dem Jugendzentrum, ein weitgehend tragfähiges Konzept entwickelt worden. Die enorm angespannte Finanzlage der Stadt gewährt dabei nicht den Handlungsspielraum, den wir uns gewünscht hätten, etwa um das große Gebäude am Quirlsberg zu sanieren. Jannes Komenda, Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, stellt klar: “Die Orientierung hin zum aufblühenden Zentrum auf dem Zandersgelände bedeutet keinesfalls eine Auflösung der Jugendarbeit, sondern eine Weiterentwicklung mit vielen Möglichkeiten. Dies war seit jeher Tenor bei Verwaltung und Politik.”
Um dies festzuhalten und damit auch den Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit zu geben, haben SPD und Grüne (für den nächsten Jugendhilfeausschuss am 28. Mai) einen gemeinsamen Antrag gestellt, der die Vorarbeiten der Verwaltung festschreibt und an einigen Stellen die Absichten konkretisiert. Es wird zunächst an dem Vorhaben festgehalten, die Jugendarbeit im aktuellen Gebäude des Q1 mit den notwendigsten Instandhaltungsmaßnahmen und einer Übernahme der Trägerschaft durch die GL Service gGmbH mittelfristig zu sichern. Zudem wird mit dem Antrag betont, dass es für SPD und Grüne außer Frage steht, dass in dem sozialräumlichen Konzept für die Zentralwerkstatt Jugendliche umfangreich Berücksichtigung finden. Walter Paduch, jugendpolitischer Sprecher der Grünen erläutert: “Das Konzept des Q1 hat sich in den letzten Jahren stetig fortentwickelt und resoniert mit der Kulturarbeit, die in der Zentralwerkstatt verschiedene Gruppen zusammenbringen soll, aber auch viel Raum in perfekter Lage für eigene Projekte bietet.”
Schließlich soll ein weiterer Baustein der Jugendarbeit festgeschrieben werden: Es soll neben der Zentralwerkstatt zusätzliche eigene Räumlichkeiten für die klassische offene Jugendarbeit im Zentrum Bergisch Gladbachs geben. „Ein erster großer Schritt wurde am letzten Samstag mit der Eröffnung des Gleisparks und seinen wechselnden temporären Angeboten der verschiedenen Träger der offenen Jugendarbeit getan“ hält Theresia Meinhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen fest. Auch dies war in den bisherigen Planungen angedacht, wird aber mit dem Antrag festgehalten und konkretisiert: Zusätzliche Räumlichkeiten sollen so verortet sein, dass möglichst geringe Nutzungskonflikte eine Entfaltung der Jugendlichen ebenso ermöglichen, wie sicheren Rückzug. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Waldschmidt betonte: „Ein offener Jugendtreff auf dem Zanders Gelände ist ein wichtiger Baustein für ein lebendiges, zukunftsgerichtetes Stadtquartier. Wir wollen jungen Menschen mitten in Bergisch Gladbach einen Raum geben, in dem sie sich sicher treffen, kreativ werden und ihre Ideen einbringen können. Das neue Zanders Areal soll ein Ort für alle Generationen werden – und die Jugend gehört selbstverständlich dazu.“